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10.07.2026

Deeptech-Start-ups präsentieren Zukunftstechnologien im Chemiepark GENDORF

Die Transformation der Chemieindustrie braucht neue Technologien, mutige Ideen und starke Partnerschaften. Genau hier hat der diesjährige der Pitch & Bond Day 2026 des Chemie-Cluster Bayern angesetzt: Auf Einladung des Netzwerkpartners kamen am 8. Juli im Chemiepark GENDORF rund 90 Vertreterinnen und Vertreter aus Startups, Industrie und Investoren zusammen, um innovative Lösungen für die nachhaltige Zukunft der Branche voranzubringen.

Die Startups mit Vertretern des Chemie-Clusters. Foto: Tom Bauer.

„Die chemische Industrie steht unter Druck. Wenn wir jedoch über diesen Wandel sprechen, sollten wir ihn als Chance oder als Gelegenheit betrachten, Technologien, Ressourcen, Geschäftsmodelle und Partnerschaften neu zu überdenken“, eröffnete Tobias Schwarzmüller, Leiter Technologie-Scouting und Business Development beim Chemie-Cluster Bayern, den Pitch & Bond-Day. Der Pitch & Bond Day ist ein etabliertes Innovations- und Networking-Format des Chemie-Cluster Bayern und findet jedes Jahr an einem anderen Standort statt. 2026 fiel die Wahl auf den Chemiepark GENDORF, der sich als „Home of Bavarian Deeptech“ gezielt für industrielle Deeptech-Startups öffnet und den Austausch zwischen jungen Technologieunternehmen und etablierter Industrie fördert.

Zwölf Start-ups mit Lösungen für die Herausforderungen von morgen
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen zwölf ausgewählte Startups aus den Bereichen Kreislaufwirtschaft, Defossilisierung und Energie- und Prozesseffizienz bis hin zu biobasierten Innovationen, die vor einem Publikum aus Investoren und Industrievertretern für Unterstützung für ihre Technologien warben. Die vorgestellten Konzepte adressierten zentrale Herausforderungen und Chancen der Transformation. So stellten die Startups beispielsweise Technologien vor, die aus Kunststoffabfällen neue chemische Rohstoffe gewinnen, CO₂ aus Industrieprozessen als Wertstoff nutzbar machen oder aus landwirtschaftlichen Reststoffen klimafreundlichen Wasserstoff erzeugen. Gemeinsam haben all diese Lösungen das Ziel, Ressourcen effizienter zu nutzen und fossile Rohstoffe schrittweise zu ersetzen. Dabei zeigte sich eindrucksvoll, wie groß das Innovationspotenzial junger Unternehmen für die Zukunft der Chemie- und Prozessindustrie ist und wie wichtig der direkte Austausch mit potenziellen Industriepartnern und Kapitalgebern für den erfolgreichen Markteintritt neuer Technologien bleibt. 

Doch nicht nur die Pitch-Sessions standen im Mittelpunkt des Tages. In zahlreichen Gesprächen, Diskussionsrunden und beim anschließenden Networking nutzten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen, Ideen weiterzuentwickeln und mögliche Kooperationen auszuloten.

Die Lücke zwischen Innovation und Industrie schließen
Für GENDORF bot die Veranstaltung die Möglichkeit, seine Rolle als Innovationsstandort und Brücke zwischen Forschung, Gründerszene und Industrie weiter auszubauen. Formate wie der Pitch & Bond Day ermöglichen es, den Transfer von Innovationen in die industrielle Praxis zu beschleunigen, wie auch Dr. Christoph von Reden, Geschäftsleiter von Standortbetreiber InfraServ Gendorf in seinem Grußwort betonte: „GENDORF ist der richtige Ort für Pitch & Bond: Hier treffen die richtigen Leute aufeinander. Gründer mit innovativen Ideen, Investoren mit Weitblick und zusätzlich Industrievertreter mit konkreten Herausforderungen und Fachexpertise aus der Praxis.“ Denn in Bayern gibt es in diesem Bereich immer noch eine systemische Lücke: Während kaum ein Bundesland so konsequent in Forschung, Hochschulen, Startups und Deeptech investiert wie Bayern, schaffen nur wenige den Sprung in die industrielle Realität. Als „Industrial Transition Hub“, an dem Zukunftstechnologien in industrielle Anwendungen überführt werden, kann GENDORF genau diese Lücke schließen uns damit seinen Anspruch unterstreichen, zum echten „Home of Bavarian Deeptech“ zu werden.
 

Vor eindrucksvoller Kulisse im Lehrtechnikum des Chemiepark kamen Start-ups, Investoren und Industrievertreter zusammen. Foto: Tom Bauer.

Zwölf Start-up-Gründer präsentierten ihre innovativen Konzepte in kurzen „Pitches“. Foto: Tom Bauer.

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Tilo Rosenberger-Süß
Leiter Kommunikation
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