Deeptech scheitert nicht an Ideen. Sondern an industrieller Skalierung.

Deeptech gilt als einer der zentralen Hoffnungsträger für die industrielle Zukunft Europas. Technologien sind vorhanden, wissenschaftliche Durchbrüche häufen sich, und der unternehmerische Wille ist so stark wie selten zuvor. Noch nie wurden so viele Lösungen entwickelt, die das Potenzial haben, ganze Industrien neu zu definieren. Und doch bleibt der entscheidende Schritt oft aus.

Der Übergang vom funktionierenden Prototypen in die industrielle Realität gelingt nur selten. Nicht, weil es an Kapital fehlt. Nicht, weil Gründerinnen und Gründer zu wenig Risiko eingehen. Sondern weil genau an dieser Stelle eine strukturelle Lücke besteht, die in Europa bislang kaum geschlossen wurde.

Denn in dem Moment, in dem aus Technologie Industrie werden muss, verändern sich die Spielregeln grundlegend. Es geht nicht mehr um Forschung oder Entwicklung, sondern um Genehmigungen, Anlagenbau, Prozesse unter realen Bedingungen und die Fähigkeit, Systeme stabil, sicher und skalierbar zu betreiben. Hier entscheidet sich, ob aus einer Idee industrielle Realität wird oder ob sie im Prototypenstadium stehen bleibt.

Europa fehlt kein Innovationsökosystem. Europa fehlt ein industrielles Skalierungsökosystem.

Genau hier setzt GENDORF an.

GENDORF.
Aufbruch ist unsere DNA.

Industrie wurde in Gendorf nie einfach fortgeschrieben. Als sich Hoechst 1993 zurückzog, stand der Standort vor einem fundamentalen Umbruch, ohne zentrales Werk, ohne tragende Struktur. Die Antwort darauf war ein radikaler Schritt: die Gründung von InfraServ Gendorf. Ein neuartiges Betreiber-Modell, das nicht nur Infrastruktur bereitstellt, sondern den Standort aktiv betreibt.

So entstand im laufenden Betrieb ein offener Industriestandort: mit gemeinsamer Infrastruktur, mehreren unabhängigen Unternehmen und einer zentralen Instanz, die Entwicklung und Betrieb zusammenführt.

Diesen Transformationsschritt geht InfraServ Gendorf heute bewusst erneut. Denn gerade entstehen Unternehmen, die mit ihren Technologien ganze Industrien verändern und genau daran scheitern, dass sie den Übergang in die industrielle Realität nicht schaffen: Deeptech.

Diese Unternehmen brauchen keinen klassischen Industriestandort. Sie brauchen mehr als Fläche, mehr als Services, mehr als Beratung. Sie brauchen einen industriellen Verbündeten, der diesen Übergang gemeinsam mit ihnen trägt und aktiv vorantreibt.

Genau diese Rolle übernimmt InfraServ Gendorf.

Deeptech wird in GENDORF industrielle Realität.

In GENDORF finden Deeptech-Unternehmen genau das, was sie zum Wachsen brauchen: Eine Infrastruktur, die von Anfang an auf Industrie zugeschnitten ist, die Expertise von InfraServ Gendorf, die beim Bau und Betrieb von Anlagen wirklich weiterhilft und ein Mindset, gemeinsam am Standort Neues zu entwickeln.

Und das ist keine Vision, sondern bereits Realität. Innovative Deeptech-Unternehmen wie Pruvia und Tozero haben sich bereits für GENDORF entschieden.


Das von PRUVIA entwickelte und patentierte Verfahren wandelt nicht recycelbare Mischkunststoffabfälle mittels eines kontinuierlichen Pyrolyse-Prozesses in zirkuläres, nicht fossiles Naphtha um. Dieser aus Abfall wiedergewonnene Rohstoff kann in der petrochemischen Industrie zur Herstellung von neuen Kunststoffen verwendet werden. Die hochmoderne PRUVIA Anlage ersetzt fossile Rohstoffe und trägt gleichzeitig zur nachhaltigen Defossilisierung der chemischen Industrie durch umweltschonende Kreislaufwirtschaft von Kunststoffen bei.

Pruvia plant aktuell den Bau von Europas größter, kommerzieller Plastic-to-Oil Anlagen in GENDORF.

Mehr unter https://pruvia.com/

Gegründet 2022 von CEO Sarah Fleischer und CTO Dr. Ksenija Milicevic Neumann, entwickelt tozero innovative Verfahren zur Rückgewinnung kritischer Rohstoffe wie Lithium und Graphit. Ziel ist es, diese Materialien in den europäischen Wirtschaftskreislauf zurückzuführen, CO₂-Emissionen im Vergleich zum Rohstoffabbau deutlich zu senken und Europas Versorgungslücke zu schließen.

Tozero bezog Mitte 2025 Flächen im Chemiepark GENDORF und hat im März 2026 erfolgreich seine erste industrielle Demostrationsanlage in Betrieb genommen, die erstmals in großem Maßstab aus Altbatterien Lithium, Graphit und eine Nickel-Kobalt-Mischung gewinnen kann. Tozero hat bereits die erfolgreiche Qualifizierung seines recycelten Lithiums und Graphits für Lithium-Ionen-Batterien bei führenden Kathoden- und Anodenherstellern nachgewiesen.

Darauf aufbauend strebt das Unternehmen an, den Kreislauf der Batteriematerialien zu schließen und Europas Bestreben nach größerer Unabhängigkeit bei kritischen Rohstoffen zu unterstützen. Dies steht im Einklang mit dem EU-Gesetz über kritische Rohstoffe, das vorsieht, dass 25 % der Versorgung aus Recyclingquellen stammen sollen. Tozero verschafft Europa endlich eine eigene Quelle für kritische Rohstoffe – und befreit es damit von der Abhängigkeit von chinesischen Importen. Die Anlage wird dazu dienen, recyceltes Lithium und Graphit an Unternehmen aus verschiedenen Branchen wie dem Bauwesen, der Keramikindustrie und der Schmierstoffindustrie zu liefern; weitere Materialien und Branchen sollen folgen.

Mehr unter www.tozero.solutions



HOME OF BAVARIAN DEEPTECH

Aus der Stärke eines etablierten Chemiestandorts entsteht in GENDORF eine neue industrielle Plattform: ein Ecosystem für Deeptech-Skalierung.

GENDORF bleibt einer der prägenden Chemie-Standorte Bayerns und richtet sich gleichzeitig konsequent auf Technologien aus, die gerade beginnen, Industrie neu zu formen.

Bayern ist heute das führende Startup-Bundesland Deutschlands. Gerade im Deeptech-Bereich entstehen hier zahlreiche neue Unternehmen. Gleichzeitig verfügt die Region mit ChemDelta Bavaria über einen der leistungsfähigsten Chemiecluster Europas, mit gewachsener industrieller Erfahrung, bestehenden Anlagen und operativer Exzellenz.

GENDORF bringt beides zusammen und macht daraus industrielle Realität. Damit entsteht genau das, was Europa bislang fehlt: die Fähigkeit, Deeptech in die industrielle Skalierung zu überführen und aus technologischen Ansätzen belastbare Industrie zu machen. Hier entscheidet sich, welche Technologien den Sprung schaffen und die industrielle Zukunft prägen.

Damit wird GENDORF zum Modell dafür, wie industrielle Transformation gelingt, in Bayern und für Europa.

GENDORF wird das HOME OF BAVARIAN DEEPTECH.